Umbrella`s Kommentare
Freiheit beginnt am Boden der Tatsachen
Stoizismus für die Selfie-Generation. Die Erlösung liegt in der Erkenntnis: Du b...
Tippe auf Ironie. Hätte auch von dir stammen können.
Buhrufe tanzt man aus
Die Choreografie der Souveränität. Wer den Rhythmus bestimmt, kontrolliert den R...
Tatsache: Marc Cucurella wurde bei der EM 2024 im Gastgeberland Türkei aus ebenjenem Grund vom Publikum ausgebuht. [1]
[1]www.br.de...utschen-fans-zu-spueren,UI7HBYy
Vor diesem Hintergrund erkenne ich an, dass ethische Veganer (b.z.w. Utilitaristen) zumindest engere moralischen Ansprüche an ihr Verhalten stellen. Das macht sie natürlich nicht automatisch zu "besseren" Menschen. Klar, dass man Egoismus nicht vollständig eliminieren kann. Insofern sind andere Betrachtungsweisen womöglich schlicht ehrlicher.
Heyho, danke für deine Antwort.
"also stell bitte nicht in den raum ich würde keinen nutzen/sinn in moral/ethik usw. sehen"
--> Sorry, dass war nicht bös gemeint. Es war mir nicht ganz klar, was genau du unter einer "nicht übergeordneten Ethik" verstehen könntest. Und ich dachte ich gebe dir die Gelegenheit ein womöglich falsches Bild geradezurücken. Was du ja auch sofort getan hast.
Wenn ich das richtig verstanden habe, dann erkennst du eine Ethik aus Vernunftgründen als notwendig an. Und zwar, weil die Befolgung ethischer Grundsätze das Wohlergehen aller Menschen maximiert.und letztlich jedes Individuum davon profitiert, wenn sich alle an diese Regeln halten. (...einschließlich man selbst. Insofern könnte man die Selbstverpflichtung sogar ganz natürlich egoistisch begründen). Und auch ein bisschen so, als könne man Ethik als Gesellschaftsvertrag ansehen...also die Vereinbarung sich an bestimmte Regeln des Zusammenlebens zu halten. Es hört sich ein bisschen so an als würde das letztlich in der Anwendung des kantschen Imperativ münden.
Die Betrachtung von Ethik als eine Art Gesellschaftsvertrag würde erklären, warum du die ethische Berücksichtigung von Tieren ablehnst.
Denn es ist mindestens fraglich, ob Tiere als moralisch handelnde Wesen ethische Grundsätze beachten. Je nach Beziehung zu den Tieren b.z.w. dem Besitzer kann womöglich ein wechselseitiges "ethisches" Verhältnis entstehen.Im Unterschied zu Menschen wäre dies jedoch kein Automatismus.
... ja okay. Das scheint mir alles konsistent. Nur eines möchte ich anmerken.
Offensichtlich ist der entscheidende Unterschied zu ethischer Veganern, dass sie ALLES denkende Leben in ihre ethische Rechnung aufnehmen. Obwohl dies nicht durch egoismusinduzierte Vernunft begründete ist. Ziel dieses zugrundeliegenden Utilitarismus womöglich genau diesen Egoismus aus der Rechnung zu eliminieren. Und das macht Sinn wenn man sich vergegenwärtigt, dass es durchaus möglich ist, dass einzelne Indiviueen zu dem Schluss kommen könnten, dass es für sie am allerbesten ist, wenn sie nur vordergründig ethisch handeln und im geheimen schummeln. Deshalb braucht es ja das Strafgesetzbuch. Der ethische Veganer ( b.z.w. Utilitarist) kann daher argumentieren. "Noch besser als eine Welt in welchen alle Menschen nett sind weil es ihnen nützt ist die Welt in welcher alle Menschen sich unabhängig von ihrem Profit zur Nettigkeit verpflichten und deshlab sollten wir dies konsequent tun" --> Wenn man den Nutzen des egoistischen Subjekt jedoch eliminiert, dann entfällt die Grundlage auf welcher man die Ethik nur auf Menschen anwendet. So ist es nur konsequent alle Lebewesen in unterschiedlichem Maße zu berücksichtigen. Also das kann man schon logisch begründen, finde ich. Natürlich muss man das nicht einsehen. Weil es eigene Nachteile mit sich bringt, die auf der Hand liegen. Immerhin sind Tierprodukte sehr lecker.
Okay, engagierte Gegenrede! merci !
"natürlich und schlecht sind rein menschliche Betrachtungsweisen die der Natur herzlich egal sind und somit keine rolle spielen im übergeordnetem sinne,"
--> Okay, lasse ich mich drauf ein. Wie du weiter unten ausführst gilt das folgerichtig auch für die Bewertung von "egoistischem" Handeln.
" ...man behauptet quasi es bessser zu wissen als die Natur und somit besser zu sein, "
--> Wenn die Bewertung ausschließlich vom Menschen kommt, wie du im vorherigen Satz ausgeführt hast. Dann kann die Beurteilung des Menschen keinesfalls in Konkurrenz zu Natur stehen, die sich jeder (!) Bewertung enthält.
Aber wie du anerkennst ist dem Menschen möglich sich selbst als "besser" oder höherwertiger einzustufen als andere Natur. Was die "Krone der Schöpfung" offensichtlich gerne tut. Wenn du das als Hybris kritisierst, dann werden dir viele moralisierende Veganer beipflichten.
"...der begriff egoistisch und unethisch kann nur auf menschliches verhalten untereinander Verwendung finden,"
--> Das folgt nicht zwingend aus deinen vorherigen Ausführungen. Hier liegt ein echter fundamentaler Unterschied zu ethischen Veganern.
Aber wenn du dich - wie du weiter oben ausgeführt hast - wirklich darauf einlässt, dass es anmaßend sei sich über die Natur zu stellen. Dann erfüllst du immerhin über eine wesentliche Voraussetzungen folgendes Argument zu verstehen:
Wenn die Einteilung in höherwertigen Menschen und minderwertige Tiere lediglich eine willkürliche menschliche Einteilung ist, dann ist sie keine belastbare Grundlage für eine übergeordnete Ethik.
Aus deiner anfänglichen Argumentation schließe ich, dass du jede "übergeordnete Ethik" ablehnst. Und das sollte aus deiner Sicht der Haken sein. Aber es wirft die Frage auf, ob es - abgesehen vom natürlichen Egoismus - überhaupt irgendwelche ethischen Maßtäbe gibt denen sich dein Handeln unterwirft. Das ist deine Herausforderung. Und ich mir sicher Moral ist auch für dich mehr als die Angst vor dem Strafgesetzbuch.
Vielen Dank und einen fröhlichen Tag wünscht
Umbrella
"... Ich bedanke mich im Namen aller Tiere"
--> Mit Ausnahme des Sonntagsbratens, nehme ich an... der ist ja jetzt äh.. also äh...sorry. Anscheinend bin ich doch noch nicht ganz drüber weg. Aber das wird schon noch.
"Aber die positiven Effekte hast du übertrieben, oder?"
--> Keineswegs. Lies kritisch und du wirst festellen: Fast alle Aussagen sind sehr vage gehalten, manchmal nur angedeutet, unvollständig oder als Frage formuliert. Der kausale Zusammenhang wird konsequent der Phantasie des Lesers überlassen. So konnte ich ausschließlich wahres schreiben. Okay... den einsetzenden Haarausfall am Ende den habe ich frei erfunden. Aber der ist sooo wichtig für die Pointe XD
"...erzählerischer Kniff, den veganismus mit einer strengen Religion gleichzusetzen."
--> Es ist mehr als nur eine Metapher. Tatsächlich hat mir eine gewisse "Ernsthaftigkeit" sehr geholfen.
btw: Hätte mir Haare ausreißen können, als mir aufgefallen ist, dass die Formatierung meines veganen Glaubensbekenntnisses kaputtgegangen ist. Seufz.
Danke für deine Erläuterung.
Dein Argumentation:
1. Was natürlich ist, kann nicht schlecht sein.
2. Der Mensch ist omnivore.
3. Also ist es ethisch okay Fleisch zu essen.
Allerdings kann man diese Argumentation leicht ad absurdum führen. Beispiel:
1. Was natürlich ist kann nicht schlecht sein.
2. Es ist natürlich, dass Menschen Egoisten sind
3. Also ist es ethisch okay wenn Menschen egoistisch handeln.
-->Die Meisten würden aber zustimmen, dass egoistisches Handeln oft unethisches Verhalten bedeutet. Womöglich kann man Ethik eher als Zähmung und Kontrolle über die Natur auffassen.

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Man beachte die Mimik. Insbesondere die Erleichterung, die ihm nach Minute 00:31 für einen Sekundenbruchteil übers Gesicht huscht.