"In der Zeit würde ein gemeinsames Kind so weit sein, dass es auch ohne Vater weiter wachsen kann..."
--> Wobei sich die Frage aufdrängt, wer die Verantwortung für die Erziehung des gemeinsamen Kindes übernähme. "Natürlich" wäre es vermutlich, wenn Kinder sich in Gruppen selbst beschäftigen oder irgendwie bei den Erwachsenen "mithelfen" die als Großfamilie/Stamm/Clan ohnehin ständig irgendwie in der Nähe sind.
Doch leider ist die heutige Realität eine Kleinfamilie aus Mama-Papa-Kind. Diese ist ganz sicher nicht "natürlich". Sie ist hart für zwei Eltern und noch härter für alleinerziehende Eltern.
"...und beide Partner ein neues Leben mit einem anderen Partner anfangen könnten."
--> Wäre es nicht schöner man könnte sogar ein Leben führen in welchem man unterschiedliche Menschen unteschiedlich liebt. Ganz ohne, dass man Beziehungen zu Menschen in ein "altes Leben" verbannen muss? Mit Eifersucht kann man sich arrangieren. Ob das "natürlich" ist, weiß ich nicht. Aber da wir offensichtlich ohnehin alle ziemlich "unnatürlich" leben kommt es darauf doch eigentlich auch nicht mehr an.
Liebe Grüße
Umbrella
"Aber die Religion hat uns zum monoganen keuschen Leben erzogen...Zumindest zweiteres ist ja nun schon länger nicht mehr relevant."
--> Würde das nicht nur auf die Religion schieben. Die kirchliche Ehe bot Frauen wirkungsvollen Schutz in einer männerdominierten Gesellschaft ohne Verhütungsmittel, DNA-Abgleich und Alimente. Ansonsten wären Mädchen womöglich oft auf dem Nachwuchs sitzen geblieben, den sie als alleinstehende Frau kaum hätten ernähren können. Du deutest ja selbst an, dass eine gewisse "Relevanz" bestand.
Ohne für die Ehe eine Lanze brechen zu wollen gibt es aber auch aktuelle Argumente. Beispielsweise sorgt das 1:1 Verhältnis der Ehe immerhin für ein durch die Gesellschaft einigermaßen gleichmäßig verteilte Sexualität. Ein Frau heiratet im Leben genau einen Mann und andersherum...Das geht auf. Auch das attraktivste Prozent an Reichen, Fürsten und Adeligen hat.(zumindest nach kirchlichem Ideal) offiziell genau einen Sexualpartner genau wie die ärmsten Bauern und Arbeiter. Mit dem Abschied von der lebenslangen Monogamie bis zum Tod ändert sich diese "Verteilung" [1]. Zwar steigt die Fluktuation. Doch davon profitieren attraktive Menschen in weit stärkerem Maße. Also beispielsweise Frauen in gebärfähigem Alter und gebildete/gutverdienende Männer [2]. Könnte sogar sein, dass die anderen soar verlieren. Einiges spricht auch dafür, dass dass der Anteil an Single-Männer weiter zunehmen könnte [3] [4].
Es ist doch interessant, dass auch eine gesellschaftlich offener gelebte Sexualität paradoxerweise nicht zwingend mehr Sexualität/Liebe/Partnerschaft für jeden bedeutet sondern stattdessen wie jedes Modell Gewinner und Verlierer erzeugt.
[1] Gerhard Schröder und die Frauen: Diesen fünf gab er das Jawort
[2]Studie zu Onlinedating: Frauen müssen jung sein, Männer gebildet - Familie - derStandard.de › Lifestyle
[3] Dating: Es bleiben mehr Männer übrig, das führt zu Frust
[4] Nur ein Like von 115 Frauen: So schwer haben es Männer auf Tinder - Telekom - derStandard.de › Web
"tja so denken sexisten nun einmal"
--> Stimmt, "Sexismus bedeutet die Benachteiligung, Abwertung, Verletzung und Unterdrückung einer Person oder einer Gruppe aufgrund des Geschlechts" [2]. Zum Beispiel die negativ konnotierte Zuschreibung, dass Mädchen ständig "tratschen" halte ich für sexistisch. In diesem Kontext ist mein Kommentar weiter oben zu verstehen. Als schlagfertige nicht ganz ernst gemeinte Reaktion auf den Kommentar von Tier.
"...und natürlich entwickeln sich mädchen dann schneller, wenn sie gesellschaftlich gefördert werden,"
--> Auch richtig. Doch Entwicklungsunterschiede wären auch ohne unsere Schule "natürlich". Auch in deiner sehr lesenswerten Quelle werden "körperliche und geistige Entwicklungsunterschiede als wichtigen Grund" dafür angeführt, "dass Jungs in der Schule durchschnittlich schlechtere Noten schreiben". Dass Mädchen früher in die Pubertät kommen ist ein Fakt [1]. Klar, dass mit früher einsetzender Pubertät auch eine andere sozial-kognitive Entwicklung einhergeht. Die Jungs holen das später nach. Richtig ist, dass das Schulsystem sich eignet diese temporären Unterschiede zu zementieren.Da liegen wir beide nicht schrecklich weit auseinander...finde ich.
Und das beißt sich auch nicht mit meinem obigen Kommentar :P.
freundliche Grüße
Umbrella
[1] Zusammenfassung: Entwicklungspsychologie im Kindes- und Jugendalter | Lehrbuch Psychologie
[2] Sexismus | bpb.de
" Wenn er nicht aufhört landet er irgendwann im Knast. Er weiß genau wohin ich rede."
--> Bin mir nicht sicher ob ich das weiß. Meinst du obiges erfüllt den Tatbstand der sexuellen Belästigung?
"Ich versuche ihm nur zu helfen Umbrella."
--> Ok ;-)).
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Wenn Lampendreck sich das auf großer Bühne getraute... Dasda einem Publikum mit astreiner Betonung vorzutragen, dann würde es schwierig der Performance einen künstlerischen Wert abzusprechen. Hier für dich um dich. Um deinen Kopf von obigem Ballast zu befreien [1].
[1] Kultur im Norden: Max Ernst trägt ein Dada-Gedicht vor | ARD Mediathek
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Alleine feiern weckt den Partygeist
Es tanzt sich eben besser zu zweit. Und wenn kein weiterer Partygast zur Hand is...
XD

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