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Es ist von dem sympathischen Warlord da eben NICHT kurz gedacht, sondern langfristig. Es ist nicht falsch von ihm, langfristig zu denken, aber an die Kurzfrist muss er halt auch denken. Das wäre mein Kritikpunkt.
Dass es in jedem Land der Erde in gewissen Teilen Korruption und Ausbeutung gibt, bezweifle ich gar nicht. Aber statistisch gesehen leben auf dem afrikanischen Kontinent einfach sehr viel mehr Menschen in existenzbedrohender Armut als anderswo auf der Welt. Dazu kommt noch die extreme Brutalität und der würdelose Umgang mit anderen Menschen. Und das ist eben ganz konkret darauf zurückzuführen, wie Politik dort vor Ort gemacht und gelebt wird.
Dazu kommt in vielen Regionen ein schwaches, korruptes oder schlichtweg gar kein funktionierendes Rechtssystem. Wo keine Rechtssicherheit herrscht und politische Eliten sich primär selbst bedienen, anstatt Institutionen aufzubauen, kann keine wirtschaftliche Stabilität entstehen. Die strukturelle Armut ist dort kein Naturereignis, sondern die direkte Folge eines fundamentalen Staatsversagens.
" Wenn die Menschen auf dem Kontinent ihre Konflikte beilegen und die Korruption beenden, schafft das die Basis für langfristige Investitionen." -können sie eben nicht, da das geld/korruptions-system global funktioniert/implementiert ist
Das ist extrem kurz gedacht. Es ist überhaupt nicht die Aufgabe von Nothilfe-Organisationen, ein Land wirtschaftlich zu stärken, da geht es rein um die akute Überlebenshilfe vor Ort. Wenn die Menschen auf dem Kontinent ihre Konflikte beilegen und die Korruption beenden, schafft das die Basis für langfristige Investitionen.
Viele Menschen hierzulande verstehen auch nicht, warum wir uns aus Deutschland heraus überhaupt an solchen infrastrukturellen Projekten beteiligen. Da fehlt völlig der Weitblick dafür, dass stabile Strukturen vor Ort die beste Prävention gegen globale Krisen sind. Stattdessen wird sich dann lieber populistisch darüber echauffiert, wieso man im fernen Peru vermeintlich Fahrradwege bauen muss, ohne den großen strategischen Nutzen dahinter zu begreifen. Genau solche Umstände wie in Afrika, aus dem die bösen Wirtschaftsflüchtlinge kommen, sind der Grund.
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