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@tier Du hast Recht. Und ich bin auch so ehrlich, dass ich diese Aktionen vermutlich genauso verurteilen würden, wenn es um Anliegen ginge, die mir zuwider sind (z.B. die sogenannten Querdenker-Spaziergänge). Zwei Dinge machen das aber für mich besonders: 1. Es gibt hier einen wissenschaftlichen Hintergrund, der die Angelegenheit nicht lediglich eine Meinungssache bleiben lässt 2. Es gibt wirklich keine Zeit mehr für diese Leute "erst mal selber hart zu arbeiten und dann in die Politik zu gehen"
Ich halte es mit der letzten Generation so: Ich erkenne an, dass sie zumindest einzig in dem Punkt der Dringlichkeit Recht haben und spreche ihnen daher auch nicht eine berechtigte Sorge ab. Ich erkenne auch an, dass die Protestform höchst problematisch ist. Da ich persönlich aber ehrlich gesagt nicht im entferntesten eine bessere Form des Engagements praktiziere oder schlauere Lösungen habe, spare ich es mir, aus dem Sessel heraus ein schwarz/weiß-Urteil zu fällen.
Ich versuche eigentlich eher, Diskussionen über die Letzte Generation in eine Diskussion über den Klimawandel zu lenken und welche Position für eine gerechte Transformation derjenige hat.
Meine Vorstellungen lauten grob so: Keine Verbote, sondern Klimaschäden nach dem Verursacherprinzip kompensieren lassen (verbrennerbasierter Verkehr teurer, keine Kurzstreckenflüge, teureres Fleisch und Produkte aus langer Lieferkette/klimaschädlicher Produktion). Subventionierung klimafreundlicher Maßnahmen wie ÖPNV, Solar, etc.. Neue Innenstadtkonzepte. Transparenz: Ausgewiesener CO2-Ausstoß auf Produkten/Dienstleistungen, ähnlich wie Energielabel oder Ernährungsampel. Für die Gerechtigkeit: Ausschüttung von Klimageld an die Bürger. Generell ein Wertewandel nach dem Motto "Klasse statt Masse"
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Du kopierst einfach im Browser den Link aus der Adresszeile und fügst ihn in den Kommentar ein. COZ ist in der Regel so schlau, das dann als Link zu formatieren. Ich achte immer darauf, dass vorher und nachher ein Leerzeichen kommt, damit da nicht ein Satzzeichen als Teil des Links interpretiert wird.
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Schon klar, ich hab' auch kein Problem mit seinem Protest. Wobei mir nicht so klar wird, ob er sich für etwas / jemanden einsetzen will oder einfach keinen Bock auf bargeldloses Zahlen hat. Ich glaube, er hat ein Problem damit, dass seine Käufe digital erfasst werden. Jetzt weiß trotzdem die ganze Welt, dass er Erdbeeren gekauft/geklaut (tbd) hat.
Ein Schild oder Slogan hätte uns vielleicht geholfen, eine zielführende Diskussion zu starten.
Vorab zur Klarheit: Bei der Diskussion beziehe ich mich auf Corbyns Äußerungen zu Klima und Impfungen. Sein Protest gegen bargeldlose Zahlung hier ist meinetwegen in Ordnung, das ist auch einwandfrei eine Meinungsäußerung.
Also wenn es wissenschaftlich erwiesen und journalistisch recherchiert ist, dass Piers Corbyn ein Lügner ist: Ja, dann glaube ich eher, dass er ein Lügner ist, als wenn er behauptet, dass die versammelte Gemeinschaft aus Wissenschaft und Medien Lügner sind.
Du drehst das so hin und her, als ob die Aussagen von Einzelpersonen das gleiche Gewicht wie Wissenschaft und Journalismus haben. Das ist die Gleichstellung einer Einzelmeinung mit dem gesamten Konsens unsere Wahrheitsfindung (Wahrheit=bestmöglichstes und wahrscheinlichstes Wissen zum jeweiligen Zeitpunkt). Und ja, dieser Konsens sieht Mechanismen des Korrektivs vor, die jeder Skeptiker mit gemeinnützigen Absichten nutzen könnte.
Wenn Du diesen Konsens in seinen Grundfesten wirklich anzweifelst, dann darfst Du auch bitte in kein Flugzeug steigen, keinen Arzt besuchen, kein Medikament nehmen, kein Handy benutzen, etc. (COZ ist in Ordnung).
Ich verstehe halt nicht, wenn man so voll Misstrauen ist, warum dann gerade Typen wie Piers Corbyn (beispielhaft) vertrauensvoll sein sollen.
Welche Aufrufe zur Spaltung und Abgrenzung meinst Du konkret?

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